VIP (Vasoaktives intestinales Peptid) ist ein aus 28 Aminosäuren bestehendes Neuropeptid, das ursprünglich aus dem Dünndarm isoliert wurde und zur Sekretin/Glucagon-Familie gehört. Es wirkt als Neurotransmitter, Neuromodulator und Hormon und besitzt weitverbreitete Rezeptoren im gesamten Körper (insbesondere im Magen-Darm-Trakt, in der Lunge, in der glatten Gefäßmuskulatur, in Immunzellen und im zentralen Nervensystem). VIP entfaltet starke entzündungshemmende, immunmodulatorische, bronchienerweiternde, gefäßerweiternde und zellschützende Wirkungen durch Bindung an die VPAC1- und VPAC2-Rezeptoren, Aktivierung der Adenylatcyclase, Erhöhung des intrazellulären cAMP-Spiegels und Modulation von Signalwegen wie NF-κB, Zytokinproduktion und T-Zell-Differenzierung. Klinisch wurde VIP (oder seine Analoga) untersucht und off-label für Erkrankungen wie pulmonale Hypertonie, entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), Sarkoidose, Autoimmunerkrankungen, chronisches inflammatorisches Response-Syndrom (CIRS), Schimmelpilzerkrankungen, Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) und bestimmte neurodegenerative oder neuroinflammatorische Erkrankungen eingesetzt, da es proinflammatorische Zytokine (TNF-α, IL-6, IL-12) herunterregulieren, regulatorische T-Zellen fördern, Epithelbarrieren schützen, die Darmpermeabilität verringern und die Gewebeheilung unterstützen kann. In den Bereichen Wellness, Anti-Aging und integrative Medizin wird VIP mittels Nasenspray (häufigste Applikationsform für direkte zentralnervöse und systemische Effekte, typische Dosierung 50–200 µg pro Nasenloch, 1–4-mal täglich) oder subkutaner Injektion untersucht. Zu den vermuteten Vorteilen zählen die Reduzierung systemischer Entzündungen, eine verbesserte Darm-Hirn-Achsen-Funktion, eine bessere Toleranz gegenüber Umweltreizen, eine verbesserte Stimmung und Stressresistenz, die Unterstützung der Entgiftung sowie ein allgemeines Gleichgewicht des Immunsystems. Erfahrungsberichte heben häufig schnelle Verbesserungen bei Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Entzündungsmarkern bei komplexen chronischen Erkrankungen hervor. VIP ist im Allgemeinen gut verträglich. Häufige Nebenwirkungen beschränken sich auf leichte Nasenreizungen (bei Sprayform), vorübergehende Rötungen, Kopfschmerzen oder weichen Stuhl. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten, können aber bei empfindlichen Personen zu Blutdruckabfall oder Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Medikamenten führen. VIP ist jedoch in den meisten Indikationen (Stand 2026) nicht für den breiten therapeutischen Einsatz in den USA zugelassen. Die zugelassenen Formulierungen sind äußerst begrenzt (z. B. historische Anwendung bei bestimmten Formen der pulmonalen Hypertonie), und die Verfügbarkeit erfolgt derzeit hauptsächlich über spezialisierte Apotheken für Off-Label- oder Studienanwendungen. Aufgrund seiner stark vasoaktiven und immunmodulatorischen Eigenschaften ist VIP verschreibungspflichtig und erfordert eine engmaschige ärztliche Überwachung mit Basis- und Verlaufskontrollen (Entzündungsmarker, Blutdruck, Elektrolyte). VIP sollte niemals ohne Anleitung eines qualifizierten, in der Peptidtherapie oder komplexen Entzündungskrankheiten erfahrenen Arztes angewendet werden, da die Selbstverabreichung Risiken wie falsche Dosierung, Verunreinigung durch nicht regulierte Quellen und Nebenwirkungen birgt.oder eine Verschlimmerung bestimmter Grunderkrankungen. Bei chronischen Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen sollten evidenzbasierte Behandlungen und eine umfassende Diagnostik Priorität haben – konsultieren Sie einen Spezialisten, um festzustellen, ob VIP zu Ihrem individuellen Behandlungsprotokoll passt.
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