Kisspeptin-10 (auch bekannt als Metastinfragment oder Kp-10) ist ein synthetisches Peptid aus 10 Aminosäuren (Tyr-Asn-Trp-Asn-Ser-Phe-Gly-Leu-Arg-Phe-NH₂), das aus der C-terminalen Region des KISS1-Genprodukts stammt. Es fungiert als primärer endogener Ligand für den Kisspeptin-Rezeptor (KISS1R/GPR54), einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor, der auf GnRH-Neuronen im Hypothalamus stark exprimiert wird.
Durch die Bindung an KISS1R stimuliert Kisspeptin-10 die Sekretion von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) stark, was wiederum eine rasche und starke Freisetzung von luteinisierendem Hormon (LH) und follikelstimulierendem Hormon (FSH) aus dem Hypophysenvorderlappen bewirkt. Diese Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse (HHG-Achse) macht Kisspeptin-10 zu einem der stärksten bekannten Stimulatoren der endogenen Gonadotropinsekretion. Studien an Menschen und Tieren zeigen, dass Kisspeptin-10 dosisabhängige Anstiege von LH (oft um das 8- bis 15-Fache oder mehr) und FSH hervorruft, mit signifikanten nachfolgenden Erhöhungen des Testosteronspiegels bei Männern und der Sexualsteroidproduktion bei Frauen. Es zeigt einen Geschlechtsdimorphismus mit besonders starken Gonadotropinreaktionen bei Männern und in bestimmten Phasen des Menstruationszyklus bei Frauen. Kisspeptin-10 beeinflusst auch zentrale Signalwege, die an der Regulierung von Sexualverhalten, Erregung, Motivation und Stimmung beteiligt sind.
In der Forschung und Hormonoptimierung wird Kisspeptin-10 subkutan oder intravenös verabreicht (typische Forschungsdosen 100–200 µg pro Bolus, bei wiederholter pulsierender Gabe entsprechend niedriger), um die Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse (HPG-Achse), die Wiederherstellung der Fruchtbarkeit, hypogonadotropen Hypogonadismus, verzögerte Pubertät, hypoaktive sexuelle Funktionsstörung (HSDD) und die natürliche Steigerung des Testosteronspiegels ohne exogene Hormonsuppression zu untersuchen. Viele Anwender berichten von gesteigerter Libido, verbesserter Sexualfunktion, besserer Stimmung und mehr Energie bei Anwendung in kurzen Zyklen. Obwohl frühe klinische Studien vielversprechende Effekte auf den Gonadotropin- und Sexualsteroidspiegel bei guter Verträglichkeit (leichte, vorübergehende Rötungen, Kopfschmerzen oder Übelkeit) zeigen, ist Kisspeptin-10 in den USA (Stand: 2026) nicht für therapeutische, fertilitätsbezogene, hormonoptimierende, libidosteigernde oder medizinische Zwecke zugelassen – es befindet sich weiterhin in der klinischen Prüfung.
Es liegen keine groß angelegten Langzeitstudien am Menschen vor, die die Sicherheit oder Wirksamkeit der systemischen Anwendung abschließend belegen. Zu den potenziellen Risiken zählen eine Überstimulation der Hypophyse bei kontinuierlicher Gabe (möglicherweise durch Rezeptordesensibilisierung), vorübergehende Hormonschwankungen oder unbekannte Langzeitwirkungen auf das Fortpflanzungsgewebe. Kisspeptin-10 sollte nur unter strenger ärztlicher Aufsicht mit Hormonmonitoring (LH, FSH, Testosteron, Estradiol) und unter Einhaltung aseptischer Arbeitstechniken angewendet werden. Die WADA verbietet die Anwendung für Sportler. Die Anwendung sollte niemals ohne Rücksprache mit einem qualifizierten Arzt erfolgen, der Erfahrung in Reproduktionsendokrinologie oder Peptidforschung hat. Setzen Sie bei Fruchtbarkeitsproblemen, Libido-Symptomen oder Hormonhaushalt auf evidenzbasierte Ansätze – konsultieren Sie einen Spezialisten für eine individuelle Beratung und zugelassene Behandlungen. Kisspeptin-10 ist kein Ersatz für bewährte medizinische Interventionen.
| DOSIS | KS5. 5 mg (10 Ampullen), KS10. 10 mg (10 Ampullen) |
|---|